PRAXIS FÜR GEFÄSSCHIRURGIE

Venenzentrum Darmstadt und Bergstraße

Behandlung von Krampfadern und Besenreiser

Was ist die minimalinvasive Varizenchirurgie?
(Radiofrequenz- / Laserverfahren, Schaumverödung)

Die minimalinvasive Varizenchirurgie umfasst verschiedene Verfahren zur Behandlung von Varizen oder Krampfadern, darunter das endovenöse Radiofrequenz- und Laserverfahren sowie die Schaumverödung.

Gemeinsam für alle diese Methoden ist, dass für die Behandlung der erkrankten Venen keine Hautschnitte, sondern nur kaum sichtbare Miniinzisionen über 1-2 mm notwendig sind. Diese minimalinvasiven Verfahren werden fast ausschließlich ambulant unter örtlicher Betäubung oder leichter Narkose durchgeführt. Sie sind im Vergleich zu herkömmlichen chirurgischen Eingriffen schonender, hinterlassen kaum Wundnarben und die Erholungszeit ist in der Regel kürzer. Die Patienten können normalerweise am selben Tag nach Hause gehen und ihre normalen Aktivitäten bald wieder aufnehmen.

In seltenen Fällen können über den zu behandelnden Venen dunklen Hautverfärbungen (Hyperpigmentierung) entstehen, diese vergeht meistens innerhalb einigen Monaten und nur in ganz seltenen Fällen verbleiben sie über längere Zeit.

Endovenöse Verfahren
Radiofrequenzablation (Radiowelle) oder Laserablation

Beim Radiofrequenz- und Laserverfahren wird ein spezieller Katheter (bzw. eine Sonde) in die betroffene Vene eingeführt. Durch gezielte Abgabe von Radiofrequenzenergie oder Laserlicht wird die Vene von innen erhitzt, was zu einer Schrumpfung und Verschluss der Vene führt. Diese Operationen werden bei gerade verlaufenden Stammvenen (große und kleine Rosenvene – Vene saphena magna oder parva) oder bei gerade verlaufenden akzessorischen Venen am Oberschenkel angewendet. Bei diesem Verfahren werden die Venen nicht entfernt, sondern dauerhaft inaktiviert und aus der Blutzirkulation ausgeschaltet. Dadurch wird der Blutabfluss aus den Beinen normalisiert, was auch zur Linderung der spezifischen Beschwerden führt. Diese Operation wird häufig mit zusätzlicher Entfernung der oberflächlichen Venen mit einem Minihäkchen (Miniphlebektomie, Exhairese) oder mit Verödung (Sklerosierung) der Venen kombiniert.

Vorteile

Neben Schonung des umgebenden Gewebes, liegt der Vorteil dieser Operation an der Möglichkeit der Durchführung in örtlicher Betäubung und der Möglichkeit gleichzeitig beide Beine an einem Tag zu versorgen.

Durch die Verwendung der o.g. Methoden verliert die traumatischere klassische Operation zunehmend an Bedeutung und wird immer seltener verwendet.
Hier erfahren Sie mehr über die Möglichkeit der Kostenübernahme bei endovenösen Verfahren.

Venensklerosierung (Verödungsbehandlung)

Die Schaumverödung ist ein weiteres minimalinvasives Verfahren zur Behandlung von Varizen. Man unterscheidet eine Schaumsklerosierung von der klassischen Flüssig-Sklerosierung. Es hat sich bei wissenschaftlichen Untersuchungen gezeigt, dass eine Flüssig-Sklerosierung nicht so wirksam ist wie die Schaumstoff-Sklerosierung. Daher führen wir, bis auf wenige Ausnahmen (wie Sklerosierung ganz feiner Besenreiser), ausschließlich Schaum-Sklerosierungen durch. Dabei wird ein spezieller Schaum, der ein Verödungsmittel enthält, in die betroffene Vene injiziert. Der Schaum bewirkt eine Reizung der Venenwand, was zu deren Verklebung und Verschluss führt. Dadurch wird der Blutfluss durch die betroffene Vene unterbrochen, und das Blut wird durch gesunde Venen umgeleitet.
Die Schaumverödung kann bei fast allen Formen der Krampfadern angewendet werden.

Die Behandlungen sind schmerzlos und können beliebig oft durchgeführt werden. Die Hauptnebenwirkung der Schaumsklerosierung sind die lokalen Hyperpigmentierungen (dunklere Hautverfärbungen), sowie die seltenen vorübergehenden Entzündungen im Verlauf der Venen. Die besten Ergebnisse beobachtet man bei Behandlung der Seitenäste, sowie bei Rezidivvarikosis (bzw. erneutem Auftreten der Varizen nach vorbestehenden Operationen).
Generell ist eine Schaum-Sklerosierung kein Bestandteil der gesetzlichen Kassenversorgung. Bei geeigneten Fällen kann die Sklerosierungsbehandlung auch mit Entfernung der oberflächlichen Venen mit einem Minihäkchen (Miniphlebektomie, Exhairese) oder mit Perforatorligaturen (Unterbindung der Verbindungsvenen) kombiniert werden, was wiederum Bestandteil der gesetzlichen Kassenversorgung ist.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Wahl des Verfahrens von der individuellen Situation des Patienten und dem Schweregrad der Krampfadern abhängt. Wir können mit Ihnen, das für Sie am besten geeignete minimalinvasive Verfahren auswählen.

Klassische Operation mit Schnitt (Stripping)

Die klassische offene Operation mit einem Schnitt – sog. Stripping und Crossektomie (oder auch „Venenziehen“) ist die älteste Methode der Varizenbehandlung. Das ist eine sichere und bewährte Methode, welche jedoch aktuell durch die neuen minimalinvasiven Methoden wegen höherer Traumatisierung immer stärker verdrängt wird. Diese Methode kann bei jeder Form der Varizen, außer Besenreiser, angewendet werden. Dabei wird ein ca. 5 cm langer Schnitt in der Leiste oder Kniekehle gemacht, die Stammvene wird von der tiefen Venen abgetrennt. Anschließend wird in die abgetrennte Vene eine spezielle Sonde (Babkock-Sonde) eingefügt, meistens unterhalb des Knie durch einen weiteren ca. 1-2 cm großen Hautschnitt ausgeleitet und zusammen mit der Vene von der Wunde in der Leiste bis zur zweiten Wunde rausgezogen (bzw. rausgerissen). Durch Abreisen der Vene kann es zu mäßigen Blutergüssen kommen. Insgesamt ist diese Operation etwas traumatischer als die endovenöse Therapie, obwohl die Langzeitergebnisse beider Methoden identisch sind. Es kann nur ein Bein an einem Tag versorgt werden.

Zusammenfassung der Therapiemöglichkeit bei Krampfadern

Verfahren
Endovenöse Therapie (Radiovelle ode Laser)
Schaumsklerosierung
Klassische Operation mit Schnitt
Entfernung der Venen mit Minihäkchen (Miniphlebektomie, Exhairese) bzw. Unterbindung Verbindungsvenen
Indikation
Große und kleine Rosenvene sowie akzessorische Venen mit geradem Verlauf
Oberflächliche Venen, Seitenäste, Rezidivvarikosis, Besenreiser
Jegliche Form der Varizen außer Besenreiser
Oberflächliche Venen, Seitenäste, Rezidivvarikosis. Selbständiger Eingriff oder Kombination mit allen üblichen Methoden
Hautschnitt
Kein Hautschnitt. Nur ein Ministich von 1-2 mm
kein
Ca. 5 cm in der Leiste und ca. 1-2 cm unterhalb des Knies
Kein Hautschnitt. Nur Ministiche von 1-2 mm. Ggf. mehrere Ministiche, je nach Ausprägung der Varizen.
Vorteile
Minimalinvasive OP, schnelle Rekonvaleszenz Möglichkeit der örtlichen Betäubung und ggf. Versorgung beider Beine an einem Tag.
Minimalinvasiv, schmerzlos, beliebig wiederholbar
Älteste und bewährte Behandlungsmethode
Bewährte Behandlungsmethode, sehr gutes kosmetisches Ergebnis.
Nebenwirkungen
Insgesamt sehr selten: Wiedereröffnung der Venen nach Jahren (ca. 3%), leichte Missempfindungen an der Haut
Hauthyperpigmentierung (bei ca. 10-15%, meistens verschwindet innerhalb einigen Monaten), lokale Entzündung, Verhärtungen im Venenbereich
Wundheilungstörung, Blutergüsse, Erholung länger als nach minimal invasiven Operationen, Missempfindungen an der Haut (meistens verschwinden mit der Zeit), leichte postoperative Schmerzen. Traumatischste Methode von allen hier beschriebenen. Es kann nur eine Bein an einem Tag versorgt werden
Leichte Blutergüsse, leichte Missempfindungen an der Haut, die meistens mit der Zeit verschwinden.
Narkose /Anästhesie
Je nach Patientenwunsch: örtliche Betäubung oder leichte Narkose
Nicht notwendig
Vollnarkose
Örtliche Betäubung
Dauer des Eingriffes
30-40 min
15-20 min
50-60 min
15-20 min, je nach Ausdehnung
Sport
In 3-4 Wochen
In 2-3 Wochen
In 3-4 Wochen
In 2-3 Wochen
Sauna
In 4-5 Wochen
In 3-4 Wochen
In 3-4 Wochen
In 2-3 Wochen
Arbeitsunfähigkeit
2-7 Tage
keine
1-2 Wochen
2-7 Tage
Dauer der Kompressionstherapie
1-3 Wochen
1 Woche
3-4 Wochen
2-3 Wochen

UNSERE LEISTUNGEN

Ambulante Operationen und Behandlungen

Behandlung der Krampfadern (Varizen, Varikosis)

Konservative und minimalinvasive Therapie venöser Erkrankungen, Kompressionstherapie, Medikamentöse Therapie

Miniphlebektomie & Perforatorligaturen (Unterbindung Verbindungsvenen)

Besenreiserbehandlung mittels Sklerosierung bzw. Verödung (flüssig und Schaumsklerosierung)

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Ultraschalldiagnostik (Sonographie, Duplex- und Dopplerverfahren) der Venen, Arterien und der Halschlagader

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Kontrolle und Nachsorge nach stationären gefäßchirurgischen Operationen

Screening Bauchaortenaneurysma

STATIONÄRE BEHANDLUNGEN

Krampfadern (wenn ambulant nicht möglich)

Periphere arterielle Verschlusskrankheit (Durchblutungsstörung, Schaufensterkrankheit, Raucherbein)

Diabetisches Fußsyndrom

Operationen an der Halsschlagader

Dialyse-Shuntchirurgie

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